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Pferd-Sattel-Reiter Analyse

Um eine harmonische Beziehung zwischen Pferd und Reiter zu erzielen sind ein mobiler und kräftiger Bewegungsapparat von Pferd und Reiter, sowie ein passender Sattel unerlässlich.

Beobachten Sie bei Ihrem Pferd oder bei sich selbst Bewegungseinschränkungen, Verspannungen und / oder Schmerzen, kann Ihnen eine Pferd-Sattel-Reiter-Analyse dabei helfen diese zu beseitigen.

Beginnende Veränderungen sind schwer wahrzunehmen, da sie in der Regel erst nach einiger Zeit  Schmerzen oder deutliche Bewegungseinschränkungen verursachen. Um Veränderungen am Bewegungsapparat von Pferd und Reiter frühzeitig zu erkennen oder um ihrer Entstehung entgegen zu wirken, kann man eine Pferd-Sattel-Reiter-Analyse durchführen.

  Inhalt:
  • Analyse des Pferdes unter dem Reiter
  • Sattelbeurteilung, wenn nötig mit Änderungsempfehlung
  • Reiteranalyse hinsichtlich Sitz und Einwirkung im Sattel, sowie Beweglichkeit und Koordination am Boden.
  • Beurteilung vom Zustand des Pferdes aus osteotherapeutischer Sicht.
Ablauf:

Beurteilt werden das Pferd, der Sattel und der Reiter.  Zusätzlich werden die Gelenke der Wirbelsäule sowie die Gliedmaßen des Pferdes untersucht und gegebenenfalls behandelt.

Durch meine zusätzliche Tätigkeit als Humanphysiotherapeutin bin ich geschult, auftretende Haltungsabweichungen, funktionelle Störungen und Bewegungseinschränkungen des Reiters zu erkennen.

Während der Analyse werden Ihnen gezielte Übungen gezeigt und bei Bedarf werden Gelenke, Muskeln, Faszien gedehnt und mobilisiert  um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Kontrolle der Sattelpassform                   osteotherapeutische Behandlung                        IMG_3347

Pferdeosteotherapie

Die Osteotherapeutische Behandlung:

Bei der Osteotherapie handelt es sich um eine manuelle Behandlungsmethode, bei der mit Hilfe des Tastsinns der Hände feinste Blockaden der Gelenke, Knochen, Faszien oder Organe festgestellt und therapiert werden können.
Diese Methode dient der Selbstregulation im Körper des Pferdes mit dem Ziel Erkrankungen vorzubeugen oder den Heilungsprozess positiv zu unterstützen.

Darum benötigt es anschließend mindestens 48 Stunden zur Regeneration. Das Pferd sollte in dieser Zeit nicht geritten werden, sich aber frei bewegen können. Anschließend kann eine 2- bis 4-wöchige Reduzierung oder Umstellung des Trainings notwendig werden.

Ziel der Pferdeosteotherapie ist es Gelenke der Wirbelsäule und der Gliedmaßen manuell zu mobilisieren und zu deblockieren, Verspannungen im Gewebe zu lösen, die Beweglichkeit einzelner Organe zu verbessern und die Spannung des Nervensystems durch Techniken der Cranio-Sakralen Therapie zu beeinflussen. Diese Techniken dienen der Selbstregulation im Körper mit dem Ziel, Erkrankungen vorzubeugen oder den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.

Für einen anhaltenden Behandlungserfolg ist es notwendig, den Reiter in die Behandlung mit einzubinden. Sie werden über einen gesundheitsfördernden Umgang mit Ihrem Pferd aufgeklärt.

Zum Wohle des Pferdes erfolgen alle Aktivitäten stets in Zusammenarbeit mit Tierarzt, Zahnarzt, Hufschmied und Sattler, sowie mit Ausbilder und Reiter.

Indikationsbereiche der Pferdeosteotherapie:
  • Taktfehler unklarer Herkunft
  • Turniervorbereitung
  • Leistungsabfall
  • Widersetzlichkeiten
  • Rittigkeitsprobleme
  • Nach Komplikationen beim Abfohlen
  • Nach Koliken
  • Traumata
  • Und vieles mehr
Klassischer Ablauf der Behandlung:
  • Anamnese/Vorgespräch:

Vor der Untersuchung Ihres Pferdes findet ein gemeinsames Gespräch statt. Wünschenswert ist die Anwesenheit des Besitzers und / oder des Reiters während der Behandlung. Befunde und auftretende Fragen können so unmittelbar besprochen werden. Das Pferd sollte geputzt und mit ausgekratzten Hufen in seiner gewohnten Umgebung stehen. Die Behandlung wird nach Möglichkeit auf weichem Boden und nicht in der Box stattfinden. Ein gut passendes Halfter (kein Knotenhalfter) ist empfehlenswert .

  • Allgemeine Beurteilung des Pferdes in Ruhe und Bewegung auf hartem und weichem Boden, gegebenenfalls an der Longe oder unter dem Reiter
  • Begutachtung von Sattel und Zaumzeug
  • Mobilitätstest aller [!] Gelenke und anschließende Korrektur, falls Einschränkungen vorhanden sind
  • Überprüfung der Muskeln, Bänder und Faszien. Gegebenenfalls Massage und Dehnung der verspannten, verhärteten Muskulatur und Behandlung der betroffenen Strukturen.
  • Überprüfung des Behandlungerfolges durch nochmaliges Begutachten des Bewegungsverhaltens im Schritt und im Trab.
  • Nachbesprechung, gegebenenfalls Trainingsempfehlungen und Erstellen eines Nachbehandlungsschemas, wenn nötig auch telefonische Nachbetreuung.

Die Behandlungsdauer beträgt etwa 1,5 bis 2h. Je nach Verhalten der Pferdes und Umfang kann dies individuell varrieren.

Für einen optimalen Behandlungserfolg benötigt das Pferd im Anschluss eine Erholungsphase von mindestens 48 Stunden. Es sollte sich frei bewegen können, aber nicht geritten werden. So kann das Pferd, das neugewonnene Bewegungsausmaß über die natürliche und freie Bewegung nutzen und stabilisieren.

Es kann vorkommen, dass die Behandlungserfolge nicht direkt nach der Behandlung sichtbar sind, sondern sich erst nach ein paar Tagen oder einer Woche zeigen. In Fällen mit großem Behandlungsaufwand kann eine Nachbehandlung nach 3 bis 4 Wochen notwendig sein.

Angewandte Behandlungstechniken in der osteotherapeutischen Therapie:
  • OsteotherapeutischeTechniken (sanfte Dehn-, Reflex- und Impulstechniken)
  • Cranio-Sacrale-Therapie
  • Manuelle Therapie
  • Faszientechniken
  • Massagen
  • Triggerpunktbehandlung

Pferdeosteotherapie              osteotherapeutische BehandlungOsteotherapeutische Behandlung

 

Geschichte der Pferdeosteotherapie

Osteotherapie als Partner der Veterinärmedizin
Dr. Andrew Taylor Still
Dr. Andrew Taylor Still

Die Osteotherapie ist keine neue Wissenschaft. Sie existiert seit etwa 100 Jahren und wurde von Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) begründet.

Er fand heraus, dass viele Krankheiten durch Gelenkblockaden, Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen des Bindegewebes und der Organe hervorgerufen und begünstigt werden. Er stellte 1892 vier osteopathische Grundregeln auf. Diese liegen noch heute der Humanosteopathie und der Pferdeosteotherapie zugrunde.

‚Osteopahtie‘ (Osteo – Der Knochen, Pahtos – Das Leiden) weist auf den Einfluss einer Krankheit hin, auf eine Ursache und die manuelle Behandlung. In den 70er Jahren hat der französische Tierarzt Dr. D. Giniaux die Osteopahtie für den Menschen erlernt und diese auf das Pferd übertragen. Seit 1997 wird die Osteotherapie am Pferd in Deutschland gelehrt und angewandt.

Ziel der Pferdeosteotherapie ist es, Gelenke der Wirbelsäule und Gliedmaßen manuell zu mobilisieren und deblockieren. Außerdem werden Verspannungen im Gewebe gelöst und die Beweglichkeit einzelner Organe verbessert. Auch die Spannung des Nervensystems wird durch Techniken der Cranio-Sakralen Therapie beeinflusst. Diese Techniken dienen der Selbstregulation im Körper mit dem Ziel Erkrankungen vorzubeugen oder den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.