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Ist eine Behandlung des Reiters notwendig?

Hält der Behandlungserfolg trotz jählicher, regelmäßiger Behandlung nicht kontinurierlich an und das Pferd kehrt immer wieder in die selben Muster zurück. Kann das einerseits daran liegen, dass eine einzelne Behandlung des Pferdes nicht ausreichend ist um die vorliegende Problematik vollständig zu beseitigen. Andererseits kann der Reiter neben kleineren oder größeren Beschwerden auch funktionelle Störungen haben und so Einfluss auf das Pferd haben. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen eine Behandlung von Pferd und Reiter.

Ein Beispiel:

Von Natur aus weisen der Reiter, wie auch das Pferd eine Händigkeit auf. Sie kann durch den Reiter beeinflusst werden. Der Rechtshänder hat die Tendenz in der linken Hüfte einzuknicken, sodass der linke Beckenkamm 1-2 cm höher steht als der Rechte. Da eine Seitneigung beim Menschen immer mit einer Rotation kombiniert ist, dreht sich das Becken auf der linken Seite nach hinten. Als Folge hiervon wird der Sattel gegen die linke Seite der Wirbelsäule in Richtung des rechten Hinterbeines gedrückt. Das Pferd wird so gezwungen auf die rechte Schulter zu fallen.
Oft wird für diesen Umstand der Sattel verantwortlich gemacht. Hier liegt jedoch das Problem beim Reiter.

Die Korrektur ist nur durch eine Behandlung des Reiters möglich. Sein Körpergewebe wie Muskeln und Faszien werden gedehnt, mobilisiert und sowohl die rechte, als auch die linke Körperseite werden miteinander koordiniert.

Was ist eine Blockade?

Pferdeosteotherapie BlockadeEine Blockade bezeichnet die vorübergehende Einschränkung der Beweglichkeit eines oder mehrerer Gelenke ohne erkennbare organische Veränderungen. Typisch für Blockaden sind die von der Bewegungsrichtung abhängige Intensität der Schmerzwahrnehmung und die Erhöhung des Muskeltonus.

Beispielsweise ist bei einer Drehung in eine blockierte Richtung im Gegensatz zur uneingeschränkten, freien Richtung sowohl das Ausmaß der Bewegung vermindert, als auch der Tonus/Spannung der segmental zugeordneten Muskulatur erhöht. Häufig wird dieser Zustand durch Traumata (Sturz / Aufhängen am Halfter) oder durch andauernden Stress (z.B. Falscher Sattel) ausgelöst.

Warum ist es wichtig, das Pferd von Kopf bis Huf zu untersuchen?

Pferdeosteopathie von Kopf bis HufPferdeosteotherapie von Kopf bis Huf

Jeder Organismus funktioniert als Einheit. Wenn an einer Stelle eine Bewegungseinschränkung vorliegt, kann dies an einer ganz anderen Stelle zu Schmerzen oder Blockaden führen. Der Körper fängt bei nicht korrigierten Problematiken an zu Kompensieren.

Ein mögliches Beispiel für so eine Reaktion: Bei einem Spatbefund am rechten Sprunggelenk kompensiert das Pferd zur Entlastung der rechten Beckengliedmaße auf die linke Schultergliedmaße. Dadurch kann eine erhöhte Gewebespannung des linken Oberarm-Kopf-Muskels sowie der Brustmuskulatur entstehen. Es kommt zu einer erhöhten Gewebespannung mit Schmerzempfindlichkeit der Oberarmfaszie. Als Folge entsteht eine erhöhte Gewebespannung der Zungenbeinmuskulatur (vorallem links). Dadurch kann eine Läsion des Zungenbeins links entstehen. Eine Kiefer Läsion auf der linken Seite kann eine Folgen sein, wodurch es zu einer Atlas Läsion in Seitneigung auf der linken Seite kommen kann. Letztendlich kommt es zur Läsion der gesamten linksseitigen Halswirbelsäule.

Vermutlich wird der Besitzer sagen: Das Pferd lässt sich schlecht nach rechts stellen und biegen. Um die Ursache zu finden, ist also eine ganzheitliche Untersuchung nötig.